Rückschau

Das Künftige ruhe auf Vergangenem!


Alle wichtigen Ereignisse in unserem Schulleben werden auf dieser Seite zum Nach-Lesen und Nach-Schauen gespeichert.

LED-Beleuchtung im Schulhaus

09.02.2018


Liebe Schulgemeinschaft,

bereits im Jahr 2015 hat die Kleine Baukommission (KBK) begonnen, sich mit dem Thema Beleuchtung im Schulhaus auseinander zu setzen. Zu diesem Zeitpunkt waren in unserem Schulhaus ausschließlich Glühbirnen, Halogen-lampen, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren im Einsatz. Anstoß der Diskussion in der KBK war das Inkrafttreten neuer EU Richtlinien, in denen Mindestanforderungen an die Effizienz von Leuchtmitteln definiert wurden und die dazu führen, dass Glühbirnen, Niedervolt- und Hochvolt-Halogenlampen sowie Leuchtstofflampen schrittweise aus dem Handel genommen werden müssen.

Energiesparlampen, die bei uns mehrheitlich in den Klassenzimmern zum Einsatz kommen, sowie Leuchtstoffröhren sind gleichzeitig auch ökologisch in Frage zu stellen. In einer Energiesparlampe befinden sich etwa 2,8 Milligramm des Schwermetalls Quecksilber, in Neonröhren sogar noch deutlich mehr. Damit sind diese Leuchtmittel als Sondermüll einzustufen und auch gesundheitlich bedenklich, sollte eine Birne zerbrechen und die Dämpfe direkt eingeatmet werden.

Deswegen hat es sich die KBK zur Aufgabe gemacht ein alternatives Beleuchtungskonzept zu erarbeiten, das folgenden Aspekten Rechnung trägt:
- Hohe Beschaffungssicherheit der eingesetzten Leuchtmittel
- Möglichst hohe Energieeffizienz und Langlebigkeit, um Ressourcen zu schonen
- Gute Farbwiedergabe, sodass alle Farben möglichst wie bei Tageslicht erkannt werden
- Flexible und einfache Anpassung der Beleuchtungssituation auf pädagogische Anforderungen, v.a. geringere vs. hohe sowie gleichmäßige vs. akzentuierte Ausleuchtung der Räume je nach Alter der SchülerInnen, Unterrichtsinhalt, Tagesrhythmus und natürlicher Lichtquelle.
- Ausreichende Beleuchtung aller Gebäudeteile, die den gesetzlichen Anforderungen genügt

Nach reiflicher Abwägung aller Vor- und Nachteile hat sich die KBK, die sich aus Lehrern, Vorstand, Eltern, Geschäftsführung und Hausmeistern zusammensetzt, für die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik entschieden. LED-Lösungen verbrauchen weniger Strom als andere Leuchtmittel, im Vergleich zu Glüh- oder Halogenlampen kann der Stromverbrauch sogar um das Fünffache reduziert werden. Damit sind LEDs die effizientesten Weißlichtquellen, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind bei gleichzeitig hoher Langlebigkeit. LED-Beleuchtungen erreichen eine Lebensdauer von 15.000 bis 35.000 Betriebsstunden und funktionieren damit länger als alle anderen herkömmlichen Lichtquellen. Die hohen Anschaffungskosten werden von niedrigen Betriebskosten über die Stromeinsparung mehr als ausgeglichen.

Aufgrund der geringen Größe von LEDs sind diese in vielfältigen Bauformen erhältlich, sodass sie auch für Lösungen an kniffligen, beengten Stellen sehr gut geeignet sind. Zusätzlich hat die LED Technologie in jüngster Zeit enorme Fortschritte gemacht gerade was die Farbwiedergabe angeht. Glüh- und Halogenlampen mit einem Farbwiedergabewert von RA 100, den auch die Sonne bietet, sind diesbezüglich optimal. Aber auch LED Lampen kommen mittlerweile auf einen Wert von RA 95 oder sogar mehr. Bei einem Wert von RA 95 erkennt das menschliche Auge praktisch keinen Unterschied zur Farbwiedergabequalität von Glüh- und Halogenlampen. Das macht LEDs zusätzlich interessant in Bezug auf situationsgerechte Farb- und Helligkeitssteuerung.

Darüber hinaus sind LED-Beleuchtungen quecksilberfrei, sodass die besonderen Vorsichtsmaßnahmen bei der Entsorgung sowie gesundheitliche Bedenken entfallen. Außerdem enthält LED-Licht keinen UV-Anteil, der Augen- oder Hautschäden verursachen kann.

Mit der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ initiiert und fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung von Treibhausgasemissionen leisten. Aufgrund der deutlichen Energieeinsparung ist im Rahmen dieser Initiative auch die Umstellung von herkömmlicher auf LED Beleuchtung förderfähig. Für die geplante Umrüstung des Schul- und Hortgebäudes auf LED Beleuchtung haben auch wir uns um Förderung des Vorhabens beworben und Ende Juli 2016 eine Zusage erhalten. Damit werden 40% der Ausgaben für die Umstellung der Beleuchtung aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Mit Unterstützung einer Fachfirma wurden im Folgenden verschiedene Musterräume umgerüstet, um auch praktische Erfahrungen mit LED Leuchtmitteln zu erlangen. Die KBK musste sich mit vielen technischen Details auseinandersetzen und auch Kompetenzen aufbauen in Bezug auf qualitative Unterschiede der Leuchtmittel (z.B. Farbtemperatur, Farbwiedergabe-Index CRI, Qualität der Vorschaltgerät usw.). Daneben tauchten aber auch viele Fragen zum sinnvollen Lampenkörper, zur Ausstrahlung und gleichmäßigen Verteilung des Lichtes im Raum, zur Helligkeit und zur Steuerung (Abstufungen bzw. Dimmbarkeit) auf. Dabei handelt es sich um Fragen, die im Prinzip auch bei der Wahl anderer Leuchtmittel zu klären wären und die sicher auch die pädagogischen Erfordernisse, das seelische Befinden und das Raumgefühl des Menschen mit beeinflussen. Die Mitglieder der KBK waren dabei immer bemüht, hier zu guten Lösungen zu kommen.

Mit zunehmendem Projektfortschritt sind auch Stimmen in der Schulgemeinschaft laut geworden, die sich wegen einer nachteiligen Wirkung der LED Technologie auf die Bildekräfte des Menschen deutlich gegen eine solche Umstellung ausgesprochen haben. Die Bildekräfteforschung setzt sich mit der Wirkung von verschiedenen Lichtquellen auf das menschliche Befinden und auf die Lebenskräfte auseinander. Dies erfolgt i.w. auf Basis von Selbstwahrnehmung und im direkten Vergleich verschiedener Leuchtmittel unter sonst vergleichbaren Bedingungen. Mehrere Eltern und ein Lehrer haben hierfür ein Seminar am Quellehof besucht, einem anthroposophisch orientierten Seminarhaus.

Die KBK war während der gesamten Vorhabenumsetzung um einen ausführlichen Austausch mit der Schulgemeinschaft bemüht. So gab es eine umfängliche Vorstellung des Vorhabens im Schulrat, wo mittels einer Versuchsreihe für einen direkten Vergleich unterschiedlicher Leuchtmittel deren Wirkung direkt erfahrbar gemacht wurde. Auch in der Pädagogischen Konferenz wurde das Thema von den LehrerInnen mehrfach beleuchtet und diskutiert. Im März 2017 wurde kurzfristig eine weitere Sonder-Informationsveranstaltung angeboten.

Die Mitglieder der KBK haben alle Argumente und Bedenken sehr ernst genommen, sich intensiv damit auseinander gesetzt, die Erfahrungen anderer Schulen und auch externe Expertenmeinungen eingeholt. Nach Abwägung aller Gesichtspunkte kam die KBK zu dem Fazit, dass die Umrüstung auf LED-Beleuchtung aus schulischer Sicht eine sinnvolle und wegen des bevorstehenden Auslaufens herkömmlicher Leuchtmittel auch die einzig mögliche Lösung darstellt.
In einem Zeitraum von 15 Monaten beginnend in den Sommerferien 2016 wurden mehrere Teilbereiche des Schulhauses und das Hortgebäude auf LED Beleuchtung umgestellt. Alle Räume bzw. Gebäudeabschnitte wurden zusätzlich mit Bewegungsmeldern ausgestattet.

Den Anfang haben wir mit den Fluren und Treppenhäusern gemacht. Aufgrund zu geringer Wattagen der bisherigen Leuchtmittel waren diese stark frequentierten Bereiche des Gebäudes deutlich unterbelichtet und haben damit auch nicht die gesetzlichen Auflagen erfüllt. In einem nächsten Schritt wurden alle Neben-, Verwaltungs- und Fachräume sowie der Hort umgestellt. Dazu wurden alle Räume einzeln aufgenommen, die individuellen Bedürfnisse mit den Nutzern abgesprochen und entsprechend umgesetzt. Zum Teil wurden neue Lichtkreise eingezogen sowie Leuchtpunkte versetzt, reduziert oder auch erhöht. Parallel dazu wurde ein weiterer Musterklassenraum mit LED ausgestattet.

Auf 5.800 m2 Fläche wurden insgesamt 804 Leuchtpunkte saniert. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf 194 T€, wovon 40% vom Bund bezuschusst werden. Die jährlichen errechneten Stromeinsparungen für Beleuchtung betragen dagegen rund 70%, sodass sich die Umstellung innerhalb kurzer Zeit amortisiert. Durch die Energieeinsparung kann auch die CO2 Emmission deutlich reduziert werden – ein wichtiger Aspekt zum Schutz des Klimas sowie der Umwelt und damit der Zukunft unserer Kinder.

Von einer Umrüstung der Klassenräume und der Fachräume mit besonderen Anforderungen an die Licht- und Raumwirkung (v.a. Eurythmie, Festsaal) wurde entgegen der Planung und unter Berücksichtigung der vorgetragenen Bedenken bis auf weiteres Abstand genommen. Die LED Technologie entwickelt sich sehr schnell weiter, sodass mittlerweile auch sogenannte Retrofitlampen auf dem Markt sind, die eine sehr zufriedenstellende Ausleuchtung sowie Farbwiedergabe gewährleisten. Retrofit-Leuchtmittel sind zwar nicht förderfähig, können aber sehr kostengünstig angeschafft werden, sodass der Aufwand für die Schule trotz entgangener Förderung unter dem Strich günstiger ist.

Kurze Vorstellung und Grußworte des Architekten Paul-Gerhard Reeh

21.11.18


Seit über 30 Jahren widme ich mich mit Leidenschaft einer in ständigem Wandel begriffen Organischen Architektur und bin seit etwa 15 Jahren Geschäftsführer des Architekturbüros bpr, auch welches für die Karlsruher Waldorfschule bereits verschiedenste  Planungen und Bauten realisieren durfte.

Durch mein Architekturstudium, unter anderem an der anthroposophisch orientierten Alanus Hochschule bei Bonn und als Vater von zwei erwachsenen Söhnen, welche auf eine Waldorfschule gegangen sind, bin ich mit der Waldorfpädagogik und der anthroposophischen Menschenkunde gut vertraut.

Im Ent-Werfen  erlebe ich das Hinein-Werfen von Ideen einer zeitlosen, anderen Welt in die ganz konkreten, oft sehr individuellen, irdischen Verhältnisse.

Allein schon diese Brückenschläge aus einem nicht stofflichen, jenseitigen Kosmos in unsere Sinneswelt hinein befruchten ständig unser Alltagserleben im Hier und Jetzt, schaffen Keime, lassen wachsen, noch lange bevor ein neu Geschaffenes, z. B. als Sandburg am Meer, als Geburtstagstorte oder als fertiges Gebäude, leibhaftig vor uns steht.

Dieser Transformationsprozess zwischen den Welten ist für jedes Kind, aber auch für den erwachsenen Menschen eigentlich etwas ganz Alltägliches und keineswegs dem Architekten vorbehalten.

So erlebe ich seit Beginn unserer Zusammenarbeit, wie der ungeheuer faszinierende Kosmos der Ideenwelt – bezogen auf unser Bauprojekt – bereits auf unterschiedlichste Weise in jedem Menschen vor Ort lebt, der sich aktiv mit der Bauaufgabe verbindet.

Ich selber sehe mich in diesem Zusammenhang wie ein Mittler zwischen den Welten, welcher die Bedürfnisse und Anforderungen der Schule als pädagogischen und sozialen Organismus in einer neuen Architektur so formuliert, dass dieser Organismus auf eine für die Schule und ihre Kinder bestmögliche und zuträgliche Weise zu wachsen und sich in die Zukunft hinein zu entfalten vermag.

Getragen von gegenseitigem Vertrauen, welches die Grundlage für das Gelingen des Projektes ist, wenden wir uns in der Arbeit der Baukommission mit Respekt vor der Größe der Aufgabe und der uns anvertrauten Verantwortung der Frage zu: „Was geschieht an diesem Ort, in dieser individuellen Entwicklungssituation der Schule?“ So sammeln wir stetig neue Erkenntnisse darüber, ,was es braucht’, um eine der Schule angemessene Architektur zu entwickeln.

In diesem Sinne gratuliere ich der Schulgemeinschaft von Herzen zu 40 erfolgreichen Zukunftsjahren mit den besten Wünschen auch für Ihre weitere Zukunft und mit großer Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit.

Paul Gerhard Reeh

40 Jahre Zukunft – 40 Jahre Weiterentwicklung.

29.10.2017


Die Entwicklung des Schulgebäudes geht weiter.

Als die Schule im Jahr 1977 gegründet wurde, steckte der Schulbau noch in den Kinderschuhen – der erste Bauabschnitt, der heute nach seinem Architekten Fritz Müller benannte Müllerbau, wurde nach nur einem halben Jahr Bautätigkeit im Januar 1978 bezogen. Zuvor hatten die Schüler die ersten Monate in der benachbarten Ernst-Reutter-Schule Unterschlupf gefunden. Bereits in dieser Zeit wurden Pläne zur notwendigen Erweiterung der Schule durch den Architekten Jens Peters aus der Architektengruppe Billing, Peters, Ruff erarbeitet. Die Fertigstellung des heute als Altbau bezeichneten nächsten Bauabschnitts erfolgte im Jahr 1984. Da Schule und Schülerzahl in den Anfangsjahren der Schule kontinuierlich wuchsen, wurde im Jahr 1980 als Zwischenlösung ein provisorischer Pavillon errichtet, der noch heute, nach 37 Jahren, als Werkstatt- und Gartenbaugebäude genutzt wird und nun das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat. Mit der Entscheidung, die Schule in die Zweizügigkeit wachsen zu lassen, entstand erneut die Notwendigkeit einer baulichen Veränderung, die im Jahr 1996 bzw. 1999 ebenfalls durch Jens Peters ihre Realisierung im heutigen Neubau fand. Der dadurch zunächst vollendete, von Schülern, Lehrern und Eltern gleichermaßen geschätzte heutige Schulbau wuchs innerhalb dieser 22 Jahre in regelmäßigen Abständen und orientierte sich damit stets an den Bedürfnissen der Schulgemeinschaft. Der Impuls, den neuen Anforderungen der Schüler in einer sich rasant verändernden Zeit und Gesellschaft gerecht zu werden, wird nun erneut aufgegriffen. Einerseits stellt sich die Aufgabe, das mittlerweile 37-jährige Provisorium, dessen Lebensdauer weit über die damaligen Planungen hinausgegangen ist, in seiner Funktion zu ersetzen. Andererseits soll die Entwicklung der Schule den neuen Anforderungen gerecht werden. Dazu sind Arbeits-, Gesprächs- und Aufenthaltsräume zur Gestaltung eines Lebensraums Schule notwendig und es müssen auch Lösungen für die begrenzten Räumlichkeiten der Mensa und der Turnhalle gefunden werden. Zur Entwicklung dieser Konzepte und zur Planung eines ersten Erweiterungsbaus wurde im Juli 2015 die Große Baukommission vom Schulrat ins Leben gerufen. Seitdem arbeiten Lehrer, Eltern und Schüler in wechselnder Besetzung von der Bedarfsermittlung über die Konzepterarbeitung bis hin zur Umsetzung dieser Zukunftskonzepte in den nächsten Jahren an der Gestaltung der Zukunft der Schule. Seit dem Sommer 2017 ist Paul-Gerhard Reeh mit seinem Architekturbüro bpr architektur+design, Nachfolger im Büro Billing, Peters, Ruff, unser Partner bei der Planung der weiteren Entwicklung der Schule. Falls Sie Interesse haben, Teil dieser Zukunftsentwicklung zu werden und sich kreativ einzubringen, ob als aktueller oder ehemaliger Schüler, Eltern oder Lehrer, wenden Sie sich gerne an die Große Baukommission (Baukommission@fws-ka.de).

Festvortrag Henning Kullak-Ublick

5.10.2017


Zu Beginn des Jubiläumsjahres lädt die Freie Waldorfschule Karlsruhe alle pädagogisch Interessierten herzlich ein am 5.10.2017 bei der Auftaktveranstaltung dabei zu sein. Henning Kullak-Ublick, Autor und Vorstandsmitglied im Bund der Freien Waldorfschulen, wird unter der Überschrift "Jedes Kind ein Könner" einen Blick auf zentrale Phänomene unserer Zeit werfen und aufzeigen, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für eine zukunftsorientierte Pädagogik ergeben.

Der festliche Abend wird eingerahmt von ein paar Kleinigkeiten zum Essen und Trinken, einem audiovisuellen Beitrag "40 Jahre Zukunft" und musikalischen Beiträgen aus der Schulgemeinschaft.

Eule oder Lerche? Aus der Gruppe Schulrhythmus

12.05.2017


Menschen sind verschieden. Schüler auch. So gibt es unter ihnen (und bei Eltern und Lehrern) Lang- und Kurzschläfer, Früh- und Spätaufsteher. Schlaftyp und individueller Biorhythmus sind angeboren und beeinflussen die Zeiten, zu denen wir sinnvoll aktiv sein können und zu denen wir müde werden.

Im Laufe des Lebens lassen sich bei jedem Menschen typische Veränderungen feststellen: Eltern von kleinen Kindern haben kaum eine Chance, am Wochenende einmal auszuschlafen. Kommen die Kinder in die Pubertät, sieht man sie dagegen nur selten am familiären Frühstückstisch, weil sie bis zum Mittag ihr Schlafdefizit aus der Schulwoche nachholen. Im Alter verändert sich der Schlafrhythmus übrigens wieder – der Schlaf wird kürzer, man ist morgens früher wach. Deswegen passen Großeltern und kleine Kinder häufig in ihrem Rhythmus gut zusammen – zur Freude mancher Eltern, die dank zuverlässiger Kinder(früh)betreuung mal wieder ausschlafen dürfen.

Der verschobene Schlafrhythmus macht sich auch in der Schule bemerkbar. In der Oberstufe findet man in den ersten Stunden manchmal erstaunlich friedliche und ruhige Schüler vor – und das mitten in der Pubertät! Wach sind sie allerdings noch nicht, und oft auch noch nicht aufnahmebereit für welche spannenden Inhalte auch immer. Aber auch in den unteren Klassen zeigen sich immer wieder Anzeichen dafür, dass die Schüler nicht ausgeschlafen haben, wenn sie in der Schule ankommen.

Schlafmangel ist nicht förderlich fürs Lernen. Lebt man ständig gegen seinen eigenen Biorhythmus, kann das auf Dauer sogar krank machen. Deswegen fordern Wissenschaftler schon seit langem, den morgendlichen Schulbeginn – vor allem für die Oberstufenschüler – nach hinten zu verschieben.

Hauptanliegen der Waldorfpädagogik ist es, die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu unterstützen. Dazu gehört natürlich auch der ausreichende Schlaf zu richtigen Zeit. Damit unsere Schüler gesund und munter durch ihre Schulzeit kommen, haben wir im Jahr 2015 eine Delegation aus Eltern, Lehrern, Hortmitarbeitern und Oberstufenschülern gebildet, die den bestmöglichen Tagesrhythmus für unsere Schüler und unsere Schule finden soll.

Die Delegation hat sich zunächst mit den wissenschaftlichen Hintergründen auseinandergesetzt. Darauf basierend werden Maßnahmen geplant, umgesetzt und ihre Wirkung im Schulalltag begleitet. Im Schuljahr 2016/17 haben wir die Pausenzeiten verlängert, im aktuellen Schuljahr 2016/17 ist die Umgestaltung des Stundenplans an der Reihe. Für das Schuljahr 2017/18 ist eine Veränderung der morgendlichen Schulanfangszeiten geplant.

Über die Ergebnisse unserer Überlegungen und die Umsetzungen berichten wir regelmäßig im „Einblick“. Wer mehr wissen will, kann sich auch gerne auch auf unserer eigenen Website unter www.schulrhythmus.de umschauen. Dort haben wir auch einen Test verlinkt, mit dem jeder seinen eigenen Chronotyp herausfinden kann.

Wer Anregungen oder Fragen hat oder wer gerne bei der Delegation mitmachen möchte, kann sich sehr gern unter schulrhythmus@fws-ka.de an uns wenden.

 

Delegation Schulrhythmus

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