Hinweis
Heileurythmie
Therapieangebot Heileurythmie (Bewegungstherapie)
Eines der Therapieangebote, die es an unserer Schule gibt, ist die Heileurythmie.
Die Silbe „eu" hat in der griechischen Sprache einen umfassenderen Sinn und bedeutet alles das, was wir im Deutschen mit den Begriffen harmonisch, schön und wohl bezeichnen. Mit heilendem, harmonisch schönem Rhythmus könnte man das Wort Heileurythmie übersetzen.
Das ganze Weltall ist bekanntlich von Rhythmen durchzogen. In der Natur spiegelt sich dieser Rhythmus im Jahreslauf wieder, im Kreislaufgeschehen des Wassers, im Steigen der Säfte in den Pflanzen. Im Menschen offenbart sich dieser Rhythmus im Kreislaufsystems des Blutes, im Pulsieren und Atmen unserer Organe: des Herzens, der Lunge, des gesamten Stoffwechsels mit Magen, Darm, Leber, Galle, Nieren, Milz. Sie alle unterliegen rhythmischen Vorgängen. Sind diese Leibes-Rhythmen gestört, entsteht Missbehagen, Unwohlsein und letztlich Krankheit.
Die Heileurythmie dient in der Schule als Hilfestellung zu einer gesunden, ganzheitlichen Entwicklung im pädagogischen Werdegang des Schülers und findet im engen Austausch mit dem Klassenlehrer statt.
Als Werkzeuge in der Heileurythmie dienen uns die Vokale und Konsonanten. Jeder Vokal, jeder Konsonant hat eine bestimmte Bewegung, ist eine bestimmte „Bilde-Kraft", die wir mit den Armen und auch mit den Beinen ausführen können. Diese Bilde-Kraft wirkt über den physischen Leib bis hinein in das Lebendige, den Ätherleib, welcher die Physis des Menschen von innen heraus gestaltet, regeneriert, aufbaut. Der Ätherleib ist der „Architekt“ des physischen Leibes.
Der Mensch ist ein fortwährend „werdender". Mit der Heileurythmie arbeiten wir an diesen Werdekräften. Beim „A" zum Beispiel öffnen sich die Arme zu einer offenen, empfangenden Geste. Der Mensch öffnet sich, wird strahlend, aufnehmend, Schale bildend.
Der Mensch inkarniert mit dem „A" (offen, hingegeben), ergreift die Welt mit dem „E“, bildet seine Persönlichkeit aus im „I“ (Individualität), im „O“ öffnen wir uns für den anderen und im „U“ kommen wir zu uns, zur inneren Ruhe.
Das „B" z.B. hat eine hüllende, schützende Gebärde. Es ist der Laut der Geborgenheit und wird angewendet, wenn die „Hülle“ geschwächt ist (z.B. Krankheit, Schocks, Burnout etc.) und regt die „innere Verdauung“ an.
Die Vokale wirken vor allem auf das rhythmische System: Atmung und Zirkulation; die Konsonanten mehr auf das Stoffwechselsystem: Aufnahme, Verarbeitung und Ausscheidung und regen alle vitalen Prozesse an.

